Klebebeschläge setzen wir in der Regel nur temporär ein, wenn eine medizinsche Indikation dafür spricht. Wir verwenden den Dallmer Cuff, der Beschlag besteht aus einer Oberschale, die an den Huf geklebt wird, auf die Unterseite wird dann ein gefalztes, dünnes, leichtes Hufeisen geschraubt. Es gibt von Dallmer auch hervorragende Fohlenschuhe, zur Verwendung bei Fehlstellungen.

Die Vorteile sind: Die Hornwand wird nicht durch Nagellöcher beeinträchtigt, die Hornkapsel wird nicht den Erschütterungen vom Einschlagen der Nägel ausgesetzt, das untergeschraubte Hufeisen kann jederzeit ausgetauscht werden, die Hufsohle bekommt durch den Cuff einen größern Abstand zum Boden.

Nachteile: Höhere Kosten, größerer Zeitaufwand, Schädigungen der Hornwände durch Kleber.

Die unteren beiden Bilder zeigen einen Dallmer Cuff mit aufgeschraubtem Zehenoffenem Profileisen. Das Polster zur zur Unterstützung des hinteren Hufbereichs und zur Strahlunterstützung aus Equi Pak hergestellt. Das Pferd hattte durch vorrausgehende Huflederhautentzündungen sehr empfindliche Hufe, so das wir uns für den geklebten Cuff entschieden haben. Durch das Zehenoffene Eisen kommt der Abrollpunkt deutlich zurück, was die Tiefe Beugesehne beim Abfußen entlastet und das Hufbein vor Rotation schützen soll.

 

Dallmer Cuff mit aufgeschraubtem, zehenoffenem Profilhufeien

Hufwandreperatur

Wenn ein Huf sehr stark ausgeborchen ist, so kann die Hornwand mit Kusthorn rekonstruiert werden. Das Kunsthorn kann anschließend ganz normal genagelt werden. Das Aufbringen des Kusthorns ist relativ aufwendig, weil zuerst alles gründlich gereinigt und getrocknet werden muss.